L.I.T. AG

L.I.T. STARTET VOLLELEKTRISCHEN TRANSPORT: PREMIERE IM JUST-IN-SEQUENCE-EINSATZ FÜR NACHHALTIGE LOGISTIK

L.I.T. STARTET VOLLELEKTRISCHEN TRANSPORT: PREMIERE IM JUST-IN-SEQUENCE-EINSATZ FÜR NACHHALTIGE LOGISTIK

Die L.I.T. Gruppe setzt im tÀglichen Shuttleverkehr zwischen Brake und Bremen eine vollelektrischen Lowliner-Sattelzugmaschine ein und treibt damit die Elektrifizierung des Schwerlastverkehrs voran (v. l.: Claas Bunjes, Leitung Mobility & Digital Solutions und Ralf Biere, Projektmanagement Automotive).

Bremen / Brake (Unterweser), 16.04.2025

Die L.I.T. Gruppe treibt die Elektrifizierung des Schwerlastverkehrs weiter voran: Mit der vollelektrischen Lowliner-Sattelzugmaschine wird nun erstmals ein E-Lkw im tĂ€glichen Shuttleverkehr auf der Strecke zwischen Brake und Bremen im Serienbetrieb eingesetzt. Seit Februar 2025 ist das Fahrzeug dort tĂ€glich im Einsatz fĂŒr die Teileversorgung eines Automobilwerks.

»Nach einem erfolgreichen Testlauf im Sommer 2024 haben wir den E-Lkw nun tÀglich auf der Strecke zwischen Brake und Bremen im Einsatz«, sagt Ingo Schreiber, Vorstandsmitglied der L.I.T. Gruppe.

Das Projekt fĂŒr die nachhaltigere Gestaltung der Transportstrecke wurde innerhalb Unternehmensgruppe bereits vor zwei Jahren initiiert. UrsprĂŒnglich hatte L.I.T. den Einsatz eines wasserstoffbetriebenen Lkw geplant. Mit der MarkteinfĂŒhrung des Lowliners im Sommer 2023 eröffneten sich neue Möglichkeiten fĂŒr einen vollelektrischen Transport. Nach Abschluss der Testphase folgte nun der nĂ€chste Schritt: der Start des Serienbetriebs.

»Die ersten EinsĂ€tze dieses Lkw bestĂ€tigen unsere Berechnungen aus der Testphase. Trotz erhöhter VerbrĂ€uche im Winter können wir die geplante Anzahl RundlĂ€ufe tĂ€glich zuverlĂ€ssig durchfĂŒhren. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zu nachhaltigerer Transportlogistik«, sagt Schreiber. Im Sommer 2025 folgt ein zweites Fahrzeug des gleichen Typs im tĂ€glichen Einsatz.

TECHNISCHE SPEZIFIKATIONEN UND BETRIEBSKONZEPT

Der E-Lkw ist mit einer 300 kW starken Batterie ausgestattet und garantiert eine Reichweite von 220 Kilometern. Der Energieverbrauch liegt zwischen 90 und 110 kWh pro 100 Kilometer, die Ladeleistung betrÀgt 160 kW.

Im tÀglichen Einsatz transportiert der Lowliner Fahrzeugkomponenten im Just-in-Sequence-Verfahren. Die Strecke betrÀgt 130 Kilometer pro Rundlauf, gefahren wird im Zwei-Schicht-Betrieb mit vier RundlÀufen pro Tag und einem Ladungsgewicht von etwa zehn Tonnen pro Fahrt.

HERAUSFORDERUNGEN UND LADELÖSUNG

Die EinfĂŒhrung dieses BEV-Typs (»Battery Electric Vehicle«; z. dt. batterieelektrisches Fahrzeug) wirft eine zentrale Frage der E-MobilitĂ€t im Schwerlastverkehr auf: Wie lĂ€sst sich der Betrieb mit begrenzter Reichweite und festen Lieferzeiten realisieren? Nach jedem Rundlauf von 130 Kilometern muss das Fahrzeug geladen werden – eine logistische Herausforderung, die eine prĂ€zise Zeitplanung erfordert. Verzögerungen beim Laden beeinflussen den Transportprozess und erfordern daher eine enge Abstimmung zwischen Fahrern und Disposition.

Claas Bunjes, Leitung Mobility & Digital Solutions sowie Projektverantwortlicher seitens L.I.T., sagt: »Mit der elektrischen Variante des Lowliners sammeln wir wertvolle Erkenntnisse ĂŒber den Einsatz von E-Lkw im tĂ€glichen GĂŒterverkehr. Diese Erfahrungen helfen nicht nur bei der weiteren Optimierung unserer Prozesse, sondern auch bei der Entwicklung zukĂŒnftiger Relationen.«

FAZIT: EIN WEITERER SCHRITT IN RICHTUNG NACHHALTIGER LOGISTIK

Die erfolgreiche Integration einer batterieelektrischen Lowliner-Sattelzugmaschine in den tĂ€glichen Shuttleverkehr zwischen Brake und Bremen zeigt, dass elektrische Lkw auch in eng getakteten Logistikketten zuverlĂ€ssig einsetzbar sind. »Dabei handelt es sich um eine wichtige Maßnahme zur Reduzierung des CO₂-Ausstoßes im Logistiksektor«, sagt Bunjes.